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6 Gründe warum Du Intermittierendes Fasten betreiben solltest (und du heute noch damit anfangen willst)

Dieser Artikel soll dir einige Vorteile des Intermittierenden Fastens nahebringen und dich dazu anregen, die moderne Essenskultur (Essen ist heutzutage jederzeit verfügbar und meistens wird Ungesundes wie Fast-Food oder Fertiggerichte gegessen) zu hinterfragen. Dies ist wichtig, denn: Der menschliche Körper hat sich seid Anbeginn der Zeit nicht verändert! Er funktioniert immer noch auf die gleiche Art und Weise wie damals. Und die heutig „normale“ Ernährungsweise schadet dem Körper sehr!

Die Vorteile des Intermittierenden Fastens, die dir im weiteren Verlauf des Artikels vorgestellt werden, sind so zahlreich und so überzeugend, dass du selbst sofort damit anfangen möchtest, dieses Ernährungsprinzip bzw. diese Ernährungsweise in dein Leben zu integrieren!
Doch zu allererst einmal klären wir die Begrifflichkeiten… Sicherlich fragst du dich schon „Intermittierendes Fasten – was ist das überhaupt!?“


Was ist Intermittierendes Fasten?
Intermittierendes Fasten wird auch Kurzzeitfasten genannt. Das Wort „intermittierend“ leitet sich hierbei aus dem Lateinischen „intermittere“ ab, was „unterbechen“ heißt. Auf unseren Sachverhalt bezogen bedeutet dies, dass die Phase des Fastens unterbrochen wird und man stattdessen ein Zeitfenster zum Essen einläutet.
Wenn man Intermittierendes Fasten betreibt, dann gibt es festgelegte Ess- und Fastenphasen, die im Wechsel aufeinander folgen. Dies bringt den Organismus wieder in einen natürlichen, ursprünglichen Rhythmus der Energieaufnahme und -abgabe.

Der Essensrhythmus, der im Zustand des Intermittierenden Fastens erfolgt, soll schon von den Menschen in der Steinzeit – unbewusst – betrieben worden sein. Der Jäger in der Steinzeit konnte nur essen, wenn die Jagd erfolgreich war. Gab es etwas zu essen, wurde so viel gegessen wie nur möglich, denn die nächste Mahlzeit gab es erst wieder am nächsten Tag, oder vielleicht sogar erst am übernächsten, oder sogar am über-übernächsten usw. Das heißt der Steinzeitmensch aß nur zu bestimmten Zeiten und fastete dann anschließend den ganzen Tag. So waren die Menschen der Urzeit also gewissermaßen gezwungen für eine bestimmte Zeitspanne auf Nahrung zu verzichten.

Aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse wissen wir heute, das dieser zeitweilige Verzicht auf  Nahrung sogar zahlreiche Vorteile mit sich bringt.Und genau diese Vorteile werde ich dir nun im Folgenden vorstellen.

Ich bin mir sicher, nachdem du diese Gründe gelesen und verinnerlicht hast, wirst du sofort mit dem Intermittierenden Fasten beginnen wollen!


Grund 1: Fettabnahme
Besonders die zu anfangs erwähnte ständige Verfügbarkeit und Aufnahme von Nahrung, die heutzutage existiert, führt dazu, dass Menschen immer mehr an Fett zulegen und gezielter Fettabbau erschwert – wenn nicht sogar unmöglich – gemacht wird.

Intermittierendes Fasten kann uns aber dabei helfen, abzunehmen – und das ohne unsere Ernährung umzustellen (Auch wenn ich dir trotzdem raten würde, dich gesund, vollwertig und pflanzlich zu ernähren😊)! Das heißt, wir können weiterhin das essen, was wir möchten; wir müssen auf nichts verzichten, und können dennoch stetig unser Gewicht reduzieren und Fett verlieren! Wie ist das möglich, fragst du dich? Lass es mich dir erklären.

Unser Hirn benötigt Glucose um richtig arbeiten zu können. Während der Fastenperiode, also in den Stunden des Intermittierenden Fastens in denen keine Nahrung verfügbar ist, ist aber keine Glucose vorhanden, sodass das Gehirn seine Energie aus dem Stoff Keton, der aus der Fettverbrennung entsteht, bezieht. Deshalb schaltet der Körper während der Fastenzeit auf den Fettverbennungsmodus um.

Infolge dessen, dass ein zeitweiliger Verzicht auf Nahrung stattfindet, sinkt der Insulinspiegel, und die benötigte Energie wird nun aus den Fettzellen gezogen!

Insulin bewirkt nämlich eine Energiegewinnung aus Glucose, anstatt aus den Fettzellen – doch genau an diese Fettzellen wollen wir ja herankommen! Wer also ständig isst, der verhindert damit dass seine Fettzellen aufgebraucht werden. Unser Körper ist nämlich so aufgebaut, dass er erst auf die Reserven (= Fettpölsterchen bzw. Fettzellen) zurückgreift, wenn keine Glucose mehr vorhanden ist.

In diesen Fettverbrennungsmodus wechselt unser Körper aber erst nach 6-8 Stunden Fasten. Da die meisten Menschen aber dauerhaft Nahrung zu sich führen, werden die meisten niemals von den Vorteilen des natürlichen Fettstoffwechsels profitieren können!

Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass Intermittierendes Fasten eine beliebte Methode ist, um Gewicht zu reduzieren bzw. um den Gewichtsverlust zusätzlich zu anderen Maßnahmen noch zu verstärken und zu beschleunigen. Intermittierendes Fasten wird also – berechtigterweise – von vielen als der ultimative Faktor zur blitzschnellen Fettabnahme angesehen.

 

Grund 2: Gesundheit

Durch die bereits angesprochene Gewichtsreduktion, die mithilfe des Teilzeit-Fastens erreicht wird, können sich ebenfalls Blutdruck sowie Cholesterinspiegel deutlich senken.

Weitere gesundheitliche Vorteile des Intermittierenden Fastens sind: Eine verbesserte Herzleistung, Einschränkung von freien Radikalen und anderen Giftstoffen, Vorbeugung gegen Tumore und Infekte sowie die Verstärkung der körpereigenen Mechanismen um die DNA zu reparieren.

Wenn man aber doch ständig isst, ohne eine längere Pause vom Essen zu machen, dann gefährdet man die ursprüngliche natürlich regulierende Aufgabe des Organismus sowie der Hormone enorm!

 

Grund 3: Mehr Energie
Durch ständige Nahrungszufuhr ist der Körper andauernd mit Verdauen beschäftigt, was wiederum das Energielevel aufs Extremste schwächt.

Anders verhält es sich wiederum beim Intermittierenden Fasten: Da der Körper nicht mehr ständig irgendwelche Nahrung verarbeiten muss, bleibt nun diese gesamte Energie übrig, um den Körper zu regenerieren und um den Geist zu stärken, welches sich beispielsweise in einer höheren und länger andauernden Konzentration äußert. Dies passiert u.a. dadurch, dass unser Körper sich nun auf den Ketonen-Stoffwechsel umgestellt hat (s. Grund 1).

Schauen wir noch einmal zurück auf unsere Vorfahren, die Jäger aus der Steinzeit. Diese jagten immer im Fastenzustand. Und trotzdem hatten sie ausreichend bzw. sogar im Übermaß Kraft. Dass Fasten Energie raubt, sollte spätestens jetzt als Mythos entlarvt sein…

Auch die Neurotransmitter Dopamin, Adrenalin und Noradrenalin, welche Körper und Verstand in einen Zustand der Konzentration und Aufmerksamkeit versetzen, werden während der Phase des Fastens verstärkt produziert und sorgen somit dafür, dass wir in der Fastenzeit zu Spitzenleistungen fähig sind – ebenso wie die Urzeitmenschen zur damaligen Zeit während ihrer Jagden.

 

Grund 4: Wohlbefinden

Das Intervallfasten hat neben den physischen auch psychische Vorteile. So wird beispielsweise durch die Gewichtsreduktion ein positiveres Lebensgefühl erreicht. 
Das Glückshormon Serotonin, welches unser Wohlbefinden stark beeinflusst, wird ebenfalls während aufgrund des Kurzzeitfastens vermehrt ausgestoßen und hebt somit deutlich unsere Laune!

Auch lernt man durch Kurzzeitfasten Affekte zu kontrollieren, man stärkt seine Disziplin und Selbstbeherrschung.

Zudem fängt man an die Mahlzeiten wieder mehr zu schätzen, da Essen ja nun nicht mehr ständig verfügbar ist – dies löst u.a. auch Glücksgefühle bei den Mahlzeiten aus! Man isst wieder bewusster und lernt zwischen Appetit und Hunger zu unterscheiden.

 

Grund 5: Besserer Schlaf

Durch die soeben genannte gesteigerte Bildung des Hormons Serotonin wird auch die Melatoninproduktion angekurbelt. Melationin ist das sogenannte „Schlafhormon“ und ist essentiell für einen erholsamen und gesunden Schlaf. Dadurch dass Intermittierendes Fasten die Serotonin- und damit im Umkehrschluss auch die Melatoninausschüttung signifikant erhöht, verbessert sich unsere Schlafphase durch das Kurzzeitfasten deutlich.

 

Grund 6: Schönheit und Anti-Aging

Das Hormon Insulin – welches jedes Mal ausgeschüttet wird, wenn wir essen – blockiert bei erhöhter Ausschüttung durch dauerhafte Nahrungszufuhr die Produktion des Human Growth Hormon (HDG).
Durch die zeitlich begrenzte Essensaufnahme während des Intermittierenden Fastens aber verringert sich die Ausschüttung von Insulin, wodurch sich die Ausschüttung des Wachstumshormons HDG wiederum erhöht.

Dieses Wachstumshormon, HGH, ist wahrlich ein echtes Wundermittel: Es kurbelt die Fettverbrennung an, wirkt gleich einem Anti-Aging-Mittel, verjüngt unseren Körper, macht ihn leistungsfähiger und begünstigt den Muskelaufbau.
Und durch Intermittierendes Fasten wird die Produktion dieses Wunderhormons bei Frauen um 1300% und bei Männern sogar um 2000% erhöht! Unglaublich, oder?

Auch das Hautbild wird durch das Kurzzeitfasten positiv beeinflusst. Einerseits durch das bereits erwähnte Human Growth Hormon (indem es Falten vorbeugt und für eine straffere Haut sorgt), andererseits ermöglicht Intermittierendes Fasten eine verstärkte Regenration der Hautzellen. Da in den Fastenphasen nicht mehr ständig Nahrung verdaut werden muss, hat der Körper nun Zeit für eine „Hausreinigung“, siehe dazu auch meinen Artikel: Gesund durch Hungern!?


Fazit
Intermittierendes Fasten hat zahlreiche positive Effekte auf den Körper: Du stellst deinen Körper auf den Fettverbrennungsmodus ein und wirst abnehmen ohne deine Ernährung umstellen zu müssen. Du bist gesünder und resistenter gegen Krankheiten. Du hast mehr Energie zur Verfügung und kannst konzentierter arbeiten. Du fühlst hebst deine Laune und fühlst dich psychisch stabil(er)! Du profitierst von einem erholsamen Schlaf. Und du siehst jünger aus und erhältst dir dein jugendliches Aussehen.
Am Anfang kann es jedoch schwer sein, das Intermittierende Fasten umzusetzen und dauerhaft in sein Leben zu integrieren. Aber es gibt mehrere Strategien für das Intervall-Fasten, sodass für jeden etwas passendes, was sich gut und richtig anfühlt, dabei ist. Im nächsten Artikel geht es dann genau um diese Strategien – genauer gesagt stelle ich euch die 3 besten Methoden im Kurzzeitfasten vor 😊

Jetzt würde mich aber interessieren, ob ihr auch schon einmal Erfahrungen mit Intermittierende Fasten gemacht habt? Wenn ja, welche? Ich freue mich wie immer sehr über euer Feedback! 😊

 

Quellen und weiterführende Links:

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